Monatsbericht Juli

Nachdem im vergangenen Monat mit der Sommersonnenwende der längste Tag erreicht wurde, werden die Tage schon bald wieder spürbar kürzer.

Am Monatsersten beträgt die Tageslänge (ohne Dämmerungszeiten) im norddeutschen Peine 0 Stunden und 0 Minuten, am Monatsletzten dann 0 Stunden und 0 Minuten.

Wie bereits im vergangenen Monat, so muss man sich auch im Juli bis nach 22 Uhr gedulden, bis man die ersten Sterne erkennen kann.

In der von beleuchteten Städten aus nur schwer erkennbaren Milchstraße befindet sich ein Tel des sogenannten Sommerdreiecks. Es handelt sich um die jeweils hellsten Sterne der drei Sternbilder Leier (Wega), Schwan (Deneb) und Adler (Atair).

M13, der imposanteste Kugelsternhaufen des nördlichen Himmelszeltes, ist südlich der Leier zu finden. Zur Beobachtung genügt bereits ein guter Feldstecher. Es ist ein durch Anziehungskraft zusammengehaltener lockerer Haufen mit rund einer halben Million Sterne. Seine Entfernung von ungefähr 23.000 Lichtjahren bedeutet, dass das Licht dieser Sterne 23.000 Jahre zu uns brauchte. Es wurde von den Sternen ausgestrahlt, als unsere Vorfahren in der Steinzeit anfingen, die ersten Brote zu backen.

Wenn Sie im Süden knapp über dem Horizont einen rötlich leuchtenden Stern sehen, dann muss das nicht unbedingt unser Nachplanet Mars sein. Vielmehr wird es der ebenfalls rötlich leuchtende Antares im Sternbild Skorpion sein. Er wurde schon früher mit dem Mars verwechselt, wie man am Namen erkennen kann. "Antares" bedeutet soviel wie "marsähnlicher Stern".

Auch im Juli gibt es wieder Sternschnuppen am Himmel zu sehen. Gegen Monatsende streift uns der Sternschnuppenschwarm der Perseiden, der besonders um den 25. Juli herum in den frühen Morgenstunden für ein paar hübsche Leuchtspuren am Himmel sorgt.
© 1996-2018 Gerd Schiefer