Monatsbericht Februar

So langsam spürt man, wie die Tage wieder länger werden. Schon im nächsten Monat wird der Frühlingspunkt erreicht, dann sind Tag und Nacht gleich lang.

Am Monatsersten beträgt die Tageslänge (ohne Dämmerungszeiten) im norddeutschen Peine 0 Stunden und 0 Minuten, am Monatsletzten dann 0 Stunden und 0 Minuten.

Die Fixsternkonstellationen im Februar sind für Astronomen das Sahnehäubchen des Wintersternhimmels, denn in diesem Monat sind fast alle wichtigen Sternbilder am Himmel zu sehen. Darunter neun Sterne Erster Größe: Capella im Fuhrmann, Aldebaran im Stier, Rigel und Beteigeuze im Orion, Sirius im Großen Hund, Prokyon im Kleinen Hund, Castor und Pollux in den Zwillingen und schließlich noch Regulus im Löwen.

Der Himmelsjäger Orion erreicht seine höchste Stellung gegen 20 Uhr. Für viele Astronomen ist er das Sinnbild für den Winterhimmel. Selbst Laien können ihn auf Anhieb erkennen und sich von ihm aus am restlichen Himmelszelt orientieren. Mit seinen Schultersternen Beteigeuze (links) und Bellatrix (rechts), darunter dem aus drei Sternen bestehenden Gürtel, sowie seinen beiden Kniesternen ist er am südlichen Himmel unübersehbar.

Mit einem Feldstecher kann man im Schwert, etwas unterhalb der drei Gürtelsterne, die Strukturen des bekannten Orionnebels erkennen. Dieser M42 genannte Nebel besteht in erster Linie aus Wasserstoffgas, welches durch umliegende Sterne wie eine Neonröhre zum Leuchten angeregt wird. Diese Geburtstätte neuer Sterne befindet sich rund 1500 Lichtjahre von uns entfernt.

Oberhalb des Orion in westlicher Richtung zeigt sich Aldebaran, auch Auge des Stiers genannt. Etwas darüber befindet sich der Fuhrmann mit dem hellen Stern Kapella.

Östlich davon, ungefähr auf Höhe des Sternbilds Stier, kann man die Zwillinge Castor und Pollux sehen.

Noch ein wenig weiter in Richtung Osten folgen die Plejaden, die sogar noch ein wenig prachtvoller funkeln. Hier kann man relativ junge Sterne sehen, die teilweise noch von Gas- und Staubnebeln aus ihrer Entstehungszeit umgeben sind.

Der hellste Stern am irdischen Nachthimmel, der Sirius im Großen Hund, hält sich ganz tief im Süden. Ist irgend ein Himmelsobjekt heller als der Sirius, dann handelt es sich ziemlich sicher nicht um einen Fixstern, sondern eher um einen Planeten aus unserem eigenen Sonnensystem. Der kleine Bruder des Sirius, Prokyon, ist etwas oberhalb davon zu finden.
© 1996-2018 Gerd Schiefer