Monatsbericht November

Einen Monat vor der Wintersonnenwende ändert sich die Tageslänge nicht mehr ganz so schnell. Dafür spürt man aber den schwächer werdenden Einfluss der Sonne auf unser Wettergeschehen. Der Winter kündigt sich an!

Am Monatsersten beträgt die Tageslänge (ohne Dämmerungszeiten) im norddeutschen Peine 0 Stunden und 0 Minuten, am Monatsletzten dann 0 Stunden und 0 Minuten.

Noch stehen die markanten Sternbilder des Sommers tief im Westen. Dafür rücken die Wintersternbilder Orion, Stier, Fuhrmann und Zwillinge so langsam in den Vordergrund.

Hoch am Himmel strahlen das Himmels-W Kassiopeia, Pegasus und weiter in Richtung Osten das Sternbild Andromeda. Nahe dem Zenit, also fast senkrecht über unseren Köpfen, leuchtet der Andromedanebel. Der in Fachkreisen M31 genannte Nebelfleck ist eine Galaxie, die unserer Milchstraße sehr ähnlich sieht. Es ist das am weitesten entfernte Objekt, welches man von der Erde aus mit bloßem Auge erkennen kann.

Ebenfalls sehr weit über unseren Köpfen findet sich das Sternbild Perseus. Hauptstern ist alpha Persei. Der zweithellste Stern beta Persei wird auch Algol genannt und ist Namensgeber für eine besondere Gruppe von Sternen. Algolsterne, die auch Bedeckungsveränderliche genannt werden, bestehen aus zwei Sternen, die sich gegenseitig umkreisen und dabei von der Erde aus betrachtet regelmäßig gegenseitig verdecken. Dadurch schwankt ihre Helligkeit in regelmäßigen Abständen. Bei Algol dauert so ein Umlauf 2 Tage und rund 21 Stunden. Weiter draußen gibt es noch einen dritten Stern, der für einen Umlauf um das innen liegende Doppelsternsystem rund 680 Tage benötigt.

Westlich von Algol ist der offene Sternhaufen M34 zu finden, den man außerhalb der Städte gerade noch mit bloßem Auge erkennen kann.

Im Osten leuchten die Hyaden, ein heller Sternhaufen im Sternbild Stier. Nur etwas weiter rechts davon gibt es einen weiteren Sternhaufen, die Plejaden. Betrachtet man sie mit einem Feldstecher, entfalten sie erst ihre volle Pracht. Auf Fotos mit längerer Belichtungszeit kann man Nebel um die jungen Sterne herum erkennen.
© 1996-2017 Gerd Schiefer