Monatsbericht August

So langsam spürt man, wie die Tage wieder kürzer werden. Schon im nächsten Monat wird der Herbstpunkt erreicht, dann sind Tag und Nacht gleich lang.

Am Monatsersten beträgt die Tageslänge (ohne Dämmerungszeiten) im norddeutschen Peine 0 Stunden und 0 Minuten, am Monatsletzten dann 0 Stunden und 0 Minuten.

Seit zwei Monaten werden die Tage wieder kürzer. Es wird immer früher dunkel und im August sind die ersten Sterne schon wieder ab ca. 21 Uhr zu erkennen.

Wie in den beiden Vormonaten ist auch im August das Sommerdreieck mit den Sternen Wega im Sternbild Leier, Deneb im Sternbild Schwan und Atair im Adler die dominante Konstellation am nächtlichen Himmel. Wega steht sehr hoch am Himmel, Deneb befindet sich etwas weiter östlich und Atair stellt die untere Spitze dieses Sterndreiecks dar.

Sofern man den Himmel von außerhalb der Stadt mit ihren störenden Lichtern beobachtet, ist auch die Milchstraße als leuchtendes Band zu erkennen. Mit einem Feldstecher kann man Unmengen an Einzelsternen und Sternhaufen sehen.

Wenn man der Milchstraße in Richtung Norden zum Horizont folgt, gelangt man zum Sternbild Kassiopeia, das wegen der Anordnung seiner Sterne auch "Himmels-W" genannt wird.

Direkt unter Kassiopeia liegt der Perseus. Wer sich etwas wünschen möchte, sollte diesen Bereich im Zeitraum vom 10. bis zum 14. August besonders im Auge behalten, denn dann wird wie jedes Jahr um diese Zeit der Meteorstrom der Perseiden wiederkehren. Ab 22 Uhr sind mit etwas Glück zwischen 50 und 70 Sternschnuppen pro Stunde zu sehen. Obwohl manche von ihnen sehr hell werden können, müssen wir uns vor einem Einschlag nicht fürchten. Diese nur staubkorngroßen Objekte sind mit rund 60 Kilometern pro Sekunde so schnell, dass sie weit über unseren Köpfen in ca. 100 Kilometern Höhe durch die Luftreibung verglühen. Sternschnuppen sind hauptsächlich Staubteilchen, die Kometen auf ihrer Bahn um die Sonne verloren haben. Jedes Jahr ungefähr zu selben Zeit durchfliegt die Erde diese Staubspur, was uns dann dieses schöne Himmelsfeuerwerk beschert.
© 1996-2019 Gerd Schiefer